Zu lange, zu laut – Musik über Kopfhörer

Knopf im Ohr, entspanntes Lächeln: Musikhören unterwegs ist dank Smartphone und iPod völlig selbstverständlich geworden. Jugendliche hören heute mehr laute Musik über Kopfhörer als sie dies noch 1988 taten.

Mit Musik auf den Ohren ist der Weg zur Arbeit weniger langweilig, per Knopfdruck ertönt die Lieblingsmusik im Ohr – und kann hier für langfristige Hörprobleme sorgen.
Wer oft über Kopfhörer Musik hört, merkt oft gar nicht, wie laut sie ist und läuft Gefahr das Gehör zu schädigen.

Durch eine permanente Beschallung mit lauter Musik kann die Schallleitungsschwerhörigkeit verursacht werden. Die Haarsinneszellen im Innenohr nehmen den Schall von den Gehörknöchelchen und dem Trommelfell auf und leiten diesen an das Gehirn weiter. Werden die Haarsinneszellen unwiderruflich geschädigt, sind Hörschäden die Folge, denn Haarsinneszellen sind unersetzlich. Pfeifen, Rauschen, Ohrenschmerzen oder dumpfe Geräusche sind ein deutliches Warnsignal, dass das Ohr einer zu großen Lärmbelästigung ausgesetzt worden ist. Schallempfindungs-Schwerhörigkeit ist nicht durch operative Eingriffe zu beheben, derartige Schäden können lediglich durch Hörsysteme ausgeglichen werden.

Um derartige, nicht mehr behebbare Schädigungen des Gehörs zu verhindern, ist es von großer Bedeutung dem Gehör Ruhephasen zur Regeneration zu gönnen, und zwar über mehrere Stunden hinweg.  Zudem ist noch folgende Tatsache zu erwähnen: In Europa sind die meisten hergestellten Kopfhörer mittlerweile entsprechend gedrosselt, sodass der für den Menschen schädliche Bereich nicht mehr erreicht werden sollte – dies ersetzt jedoch nicht die angesprochenen notwendigen Pausen.

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